03. Juli 2026 – Island Urlaub 2026 – sechster Tag – Straße F35 Richtung Süden, Hveravellir, Jökuöfall, Base Camp Kerlingjarfjöll, Gullfoss
Die Übernachtung von gestern auf heute war hervorragend. (Das hier war es: Studio mit Bergblick)
Eine Studio Suite in der Ortschaft Bólstaðarhlíð mit reichlich Platz, die wir ausversehen bekommen haben, da andere Gäste die, die für uns reserviert war genommen hatten und wir so die Bessere bekamen. In der Suite gab es alles: Küchenzeile, 40“ TV (nicht benutzt keine Ahnung was da überhaupt kommt in Island), gemütlich große Betten, Esstisch, zwei Sessel. Wir haben uns dann unsere Nudeln mit Tomatensoße zubereitet, die wir im Krónan Supermarkt gekauft hatten und aus der Küche noch ein Paar Spaghetti dazu die da übrig waren, dann hat’s für beide gereicht. Noch ein wenig chillen dann ins Bett, war schon fast 23:00 Uhr.
Der Plan für den heutigen 03. Juli war ganz grob: zurück in den Süden über Schotterstrasse die F35, die man nur mit SUV bzw. Allrad 4×4 fahren darf, es gibt Hiweisschilder die darauf ausdrücklich hinweisen und das ist bitter nötig, ohne definitiv kein Durchkommen. Der Dacia Bigster ist dazu gut geeignet, aber wurde arg beansprucht und dreckig von oben bis unten, alle Scheiben verschmutzt, zu der hinteren Scheibe konnte man fast nicht mehr raus sehen, die Rückfahrkamera musste mehrmals gereinigt werden, da nichts mehr auf dem Bildschirm zu sehen war. Insgesamt eine Tourtour für Material und Fahrer gleichermaßen.
Streckenabschnitt: Bólstaðarhlíð Guesthouse, Hveravellir heisse Quellen
Also im Einzelnen haben wir folgende Stopps nach unserer spontanen Planung anhand der ermittelten Streckendaten eingelegt:
Hveravellir: hier gibt es heiße Quellen, die auch ab und zu Wasser heraussprudeln, das Wasser ist 80 – 100 Grad warm also kochend heiß! Wir haben da eine kleine Wanderung rund um die Quellen und ein Stück ins Hinterland gemacht. Wir wollten unbedingt den Hot-Spot noch ausprobieren, beim ersten Versuch war es viel zu heiß, sicher über 80°C. Ich bin mit den Füssen rein und hab mir fast Verbrühungen zugezogen. Nach dem Andere auch rein wollten und die es ebenfalls zu heiss empfunden haben, wurde ausfindig gemacht, dass heißes Wasser aus einer Leitung und kaltes Wasser aus zwei Leitungen einströmt. Die Kaltwasser Leitungen waren aber ganz an der Seite des Hot-Spots, so dass es nicht genug gekühlt wurde. Nachdem die Kaltwasser Leitung dann richtig positioniert wurde war die Temperatur nach einigen Minuten erträglich und das Bad konnte genossen werden. Ich hab das allerdings nicht mehr gemacht unr die Anderen.
Wikipedia:
Hveravellir (isl. hver „heiße Quelle“; vellir „Felder“) bezeichnet sowohl einen Zentralvulkan unter dem Gletscher Langjökull im Westen von Island als auch das dazugehörige Geothermalgebiet.
Beschreibung:
Man findet in Hveravellir viele typische Merkmale von Hochtemperaturgebieten. So gibt es hier Heißwasserquellen, etwa die von Sinterterrassen umgebene Bláhver (dt. „Blaue Quelle“), Fumarolen und die fauchende Solfatare Öskurhöll (dt. „Brüllender Hügel“). Bei Bræðrahver und Eyvinderhver handelt es sich um kleine Springquellen.
Für Island ziemlich ungewöhnlich sind die Sinterterrassen, die der Vulkanismus gebildet hat.
Das Geothermalgebiet steht seit 1960 unter Naturschutz.
Eine heisse Quelle in Hveravellir
DIe Geschichte über das Bad im Hot Spot:
Als wir an den heissen Quellen in Hveravellir angekommen sind haben wir uns erst mal die sprudelnden Quellen und dampfenden Fumarole angeschaut, die man auf dem Holzbohlenweg aus nächster Nähe sehen kann. Zurük an dem Hot Spot haben wir beschlossen dort ein Bad zu nehmen, also zum Auto, Badehose und Handtuch holen und wieder beim Hot Spot umziehen. Ich bin dann runter ans Wasser und hab den Fuß rein gehalten und mich fast verbrüht, viel zu heiss … über 80°C. Also Klamotten weider an und in dem Visitor Center einen Kaffee trinken. Dort war ein Ehepaar aus Holland, die unbedingt auch in den Hot Spot wollten, der Versuch scheiterte ebenfalls. Im Visitor Center haben sie dann nachgefragt warum es so heiss ist: der Hot Spot hat Kalt- und Warmwasser Zuläufe über Rohre die von oben gespeist werden, das Problem war, dass der Kaltwasser Zulauf an dem Sopt ganz auf der linken Seite das Wasser am Spot vorbei spülte. Der Holländer hat dann das Rohr wieder in die Mitte geholt und mit Händen und Füßen das Wasser vermischt. Nach 15 oder 20 min. war es so abgekühlt, dass man baden konnte. Ich hab mich nicht noch mal umgezogen aber Petra hat sich gefreut und es genossen.
Jökuöfall: ein weiterer Wasserfall, diesmal im Kleinformat, aber trotzdem interessant vor allem am Flusslauf nach dem Wasserfall gab es interessante Felsformationen und schwarzer angespülter Sand der eine Sandbank gebildet hat, die aus dem Wasser ragte. Auf dem Weg zu dem Wasserfall auf der Strasse F35 hatte ein Touristenpärchen eine Reifenpanne, der Sechskant im Radkreuz war defekt, so dass sie die Schrauben am Rad nicht wieder festziehen konnten. Ich habe angehalten und wir konnten gemeinsam das Rad positionieren und die Schrauben festziehen. Die Frau hat erzählt sie warten seit 20 min. und es hat neimand angehalten obwohl Autos vorbei kamen. Bevor wir den Zwien geholfen haben, wurden wir von Buggys überholt, die waren es auch die an der Panne vorbei gefahren sind. Ein kurzes Stück weiter war ein Bus an einem Schlammloch hängen geblieben und musste mit dem Bagger rausgeszogen werden, wir sind da grad so vorbei gekommen und konnten zum Glück weiter fahren.
Streckenabschnitt: Hveravellir heisse Quellen, Highland Base at Kerlingarfjöll
Nachdem wir mit Hilfe des Internets inspiziert haben was es in der Gegend noch sehenswertes gibt, sind wir auf weitere interessante Orte gestoßen. Weiter oben gibt es ein Highland Base Camp Kerlingjarfjöll, noch ein Stück weiter sind wohl noch mal heiße Quellen. Um zu dem zu dem Highland Base Camp zu kommen mussten wir von der Strasse F35 auf die Strasse F347 abbiegen am camp oben gibt es kostenlose Parkplätze dort haben wir das Auto abgestellt. Es gab einige Hinweisschilder mit Angaben zu Wandertrails mit unterschiedlichen Längen. Wir haben uns einen Wandertrail ausgesucht und sind hoch gelaufen ca. 3 km, es ging endlos weiter ohne weitere Hinweise auf eine Enfernung oder einen Rund- / Rückweg daher haben dann wieder umgedreht zurück zum Base Camp. Dort oben war einfach nur Stille und Einfachheit, nichts das stören konnte, nicht mal Tiere, kaum Vegetation. Eindrücklich diese Landschaft, so einmalig wohl nur hier in Island zu erleben. Auf dem Trail waren kurz am Anfang einige Touristen unterwegs danach waren wir den gesamten Trial unterwegs. Was mir erst bewusst wurde als ich auf den Höhenmeter geschaut habe: erstaunlicherweise waren wir da auf ~1050 m Höhe … also eine Höhenwanderung. Der WInd war da oben ziemlich hefig und recht kalt war es 6°C.
Der Gullvoss Wasserfall vorderer Aussichtspunkt
Gullfoss: der letzte POI für heute war der gigantische Gullfoss. Bis dahin hatten wir ja wirklich schon einige grandiose Wasserfälle gesehen und waren beeindruckt. Der Gullfoss setzt dem sicher noch eins drauf er ist nicht am Stück so hoch und nicht am Stück so breit, aber er hat mehrere gigantische Stufen an denen unglaublich viele cbm Wasser abgehen. Es gibt mehrere Standplätze wo man den Gullfoss einsehen kann, jeder davon gibt einen anderen Blickwinkel auf die Stufen und Terrassen des Falls. Wer Wasserfall Fan ist muss nach Island das ist schon sehr beeindruckend und einmalig was man da zu sehen bekommt.
Wikipedia:
Der Gullfoss [] (isländisch gull = „Gold“, foss = „Wasserfall“) ist ein Wasserfall des Flusses Hvítá im Haukadalur im Süden Islands. Der Fluss Hvítá bildet die Gemeindegrenze zwischen Hrunamannahreppur und Bláskógabyggð.
Wichtigste Daten
Seine durchschnittliche Wasserführung beträgt etwa 109 m3/s, im Sommer etwa 130 m3/s. Der größte bisher gemessene Abfluss betrug 2000 m3/s.
Der Wasserfall besteht aus zwei Stufen, von denen die erste 11 m und die zweite 21 m Höhe besitzt. Diese beiden Kaskaden stehen etwa rechtwinklig zueinander.
Von der zweiten Stufe stürzt das Wasser in eine Schlucht, die vom Wasserfall bis zur Verbreiterung zum Tal 2,5 km lang ist und eine Tiefe von 70 Metern erreicht. Die Wasser der Hvítá und nicht zuletzt die bisweilen auftretenden Gletscherläufe haben diese Schlucht seit der Eiszeit vor 10.000 Jahren um durchschnittlich 25 cm im Jahr ausgefräst.
Zwei Gletscherläufe im 20. Jahrhundert sind bekannt, 1930 und 1948. Bei diesen wurde die Schlucht völlig mit Wasser gefüllt, so dass die niedrigere Wasserfallstufe zeitweilig darunter verschwand.
Der Gullvoss Wasserfall hinterer Aussichtspunkt
Streckenabschnitt: Highland Base at Kerlingarfjöll, Gollvoss, Uthlid Camping Ground
Auf der Suche nach einer Übernachtungsmöglichkeit war es mühsam in zweierlei Hinsicht: der Rückweg auf der F346 und der untere Teil auf der F35 war sehr holprig und mit Schlaglöchern übersäht, so dass wir regelmäßig fürchterlich durchgerüttelt wurden und das Bedienen des Handys wurde zur Tortur wegen der Rüttelei. Also erst mal vertagt bis zum Gullfoss und dann die Suchs fortgestetzt. Der erste Campingplatz den wir auf der Suche gefunden hatten und auch kurz dort waren war ein Reinfall, was man auch schon in den Rezensionen lesen konnte. Der Nächste war dann noch mal 13 km weiter unten auf der F35, keine Rezensionen, aber bei der Ankunft positiv. Keine Anmledung notwendig, wir haben uns trotzdem angemeldet. Preis: 31€ für Stellplatz mit zwei Personen. Gemeinschaftsküche, Duschen und warme Pools alles mit dabei, das ist ok. An der Rezeption wurde uns gezeigt wo Küche und Pools sind und die Nutzung erklärt.
Gefahrene km am 03.07
9610 km bis 9831 = 221 km
Gruß
Edi
Wanderungen am 03.Juli 2026:
Island Urlaub 2026 – Hveravellir Wanderung – 03.07.2026
Maximale Höhe: 900 m
Minimale Höhe: 729 m
Gesamtanstieg: 247 m
Gesamtabstieg: -157 m
Gesamtzeit: 01:16:27
Island Urlaub 2026 – Jökuöfall Wasserfall – 03.07.2026
Maximale Höhe: 1047 m
Minimale Höhe: 811 m
Gesamtanstieg: 374 m
Gesamtabstieg: -297 m
Gesamtzeit: 02:34:08
Island Urlaub 2026 – Gullvoss Wasserfall – 03.07.2026
Maximale Höhe: 401 m
Minimale Höhe: 346 m
Gesamtanstieg: 107 m
Gesamtabstieg: -121 m
Gesamtzeit: 00:54:10







