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06.08.19 – Madeira 6. Tag – 1. Lagoa do Vento, Porto Moniz, 2. Levada Faja do Rodrigues

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6. August 2019

Für heute haben wir uns die westliche Hochebene um Rabacal und den Norden der Insel vorgenommen.

Die Fahrt zum Startpunkt unserer ersten Wanderung, dem Parkplatz von Rabacal zeigt uns wieder ein anderes Bild von Madeira. Wir durchqueren die Hochebene von Paúl de Serra, die ein wenig an Schottland erinnert, es ist einsam hier, karg, hin und wieder steht eine Kuh am Straßenrand. Aber es stehen auch schon moderne Windräder hier, die wir auch schon vom Pico Ruivo gesehen haben.

 

Panorama auf der Hochebene bei Rabacal

Auf der Fahrt nach Rabacal haben wir einen Stopp gemacht und und das herrliche Panorama Richtung Norden angeschaut.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Obwohl wir recht früh aufgebrochen sind, ist der Parkplatz schon erschreckend voll, sogar Busse mit geführten Wanderungen starten hier. So planen wir um und gehen nicht zu den 25 Quellen und zum Risco-Wasserfall, sondern wählen eine oft links liegen gelassene Route zum kleinen Bergsee Lagoa do Vento.

Unser Weg führt uns entlang der Levada do Alecrim durch ein mit Heidebüschen begrüntes Tal. Nachdem wir den Buschwald verlassen haben, genießen wir die Aussicht auf grüne Hügelkuppen und tief im Tal die Levada von Rabacal.

 

Weiter geht es auf einer Treppe neben der Levada einen Bergrücken hinauf. Den Weg zur Quelle der Levada sparen wir uns und steigen gleich über schmale Pfade und über kleine Bachläufe hinab zum Lagoa do Vento. Nach etlichen Zickzackkehren erreichen wir den türkisblauen See mit zirka 25 m Durchmesser, der am Fuße einer 100 m hohen Felswand liegt und von einem hinabstürzenden Wasserfall gespeist wird.

 

Der Wasserfall – Lagoa do Vento:

 

Der Rückweg nach Rabacal führt uns am ehemaligen Forsthaus Casa do Rabacal vorbei, von dem auch regelmäßige Shuttlebusse zurück zum Parkplatz verkehren, die wir aber natürlich nicht in Anspruch nehmen.

Unsere nächste Station heute soll Porto Moniz sein und der Blick auf unsere Tankuhr verheißt nichts Gutes. Natürlich gibt es hier weit und breit keine Möglichkeit an Treibstoff zu kommen und so sind wir froh, dass es meist nur bergab geht und wir unseren Fiat rollen lassen können.

Mit dem letzten Tropfen Benzin kommen wir schließlich in Porto Moniz an, tanken voll und schlendern etwas durch den Ort. Wir schauen uns die Naturbäder, die das Meer seit Jahrtausenden in das Lavagestein genagt hat, an und setzen uns bei Kaffee und Kuchen etwas in die Sonne. Es ist herrlich hier, tiefblaues Meer, schroffe Felsen, bestes Wetter.

Aber wir wollen noch weiter und studieren unseren Wanderführer, was in der Nähe noch Interessantes auf uns warten könnte.

Wir entscheiden uns für die Levada da Faja do Rodrigues, eine abenteuerliche Tunneltour durch einen Lorbeerwalddschungel. Startpunkt ist der Parque Empresarial, ein sich im Bau befindlicher Industriepark. Der Weg beginnt bequem entlang der Levada, vorbei an einem E-Werk, einer Wassertreppe mit 6 Kaskaden, durch Eukalyptuswald, eine Allee mit japanischen Sicheltannen und schließlich den typischen Lorbeerwald. Weiter geht es entlang einer hohen Felswand, Blick in das Tal von Sao Vicente, bevor die Tunnelstrecke beginnt.

Auf dem Weg zum Wegweiser für den Levada da Faja do Rodrigues

Der erste Tunnel ist nur 40 Meter lang, aber sehr eng, es folgt ein weiterer mit knapp 200 Metern Länge, aber nur 1,60 Meter hoch. Der Wald wird immer dichter, er gleicht einem Dschungel, es ist feucht, aus den Wänden tropft und fließt überall Wasser. Immer weiter geht es entlang der schmalen Levada hinein in die Schlucht. Außer uns hat sich niemand in diese Wildnis gewagt. Nach zwei Wasserfällen stehen wir vor dem vierten Tunnel, zirka 1,5 km lang, vor dessen Durchquerung ausdrücklich gewarnt wird, ohne Stirnlampe mit ausreichend Leistung geht gar nichts.

Aber durch so etwas lassen wir uns natürlich nicht abschrecken und gehen für zirka 20 Minuten durch die Dunkelheit. Am Ende des Tunnels erreichen wir die Quelle der Levada in der Schlucht der Ribeira do Inferno. Auf demselben Weg geht es anschließend wieder zurück zum Auto.

Nach einer erfrischenden Dusche und einem kühlen lokalen Bier auf dem Balkon gehen wir noch die paar Schritte zum Kirchenfest, Tag 2 des Wartens auf Maria Himmelfahrt am 15. August. Wir gehen weiter zum Dorfplatz und lassen uns die örtlichen Spezialitäten und natürlich den typischen Poncha schmecken. Wir sind die einzigen Nichteinheimischen und werden sehr nett in der dörflichen Runde aufgenommen. Auch heute gibt es wieder Folklore und alt und jung feiern mit.

Die zurückgelegte Strecke als Open Street Map Karte mit Höhenprofil und Zusatzinfos

Tour 1, 07.08.2019 – Lagoa do Vento, Porto Moniz:

Gesamtstrecke: 10950 m
Maximale Höhe: 1301 m
Minimale Höhe: 1077 m
Gesamtanstieg: 531 m
Gesamtabstieg: -532 m
Gesamtzeit: 02:40:50
Download file: 201908061-edi-teppert-comLagoadoVentoPortoMoniz-LevadaFajadoRodrigues.gpx

Die zurückgelegte Strecke als Open Street Map Karte mit Höhenprofil und Zusatzinfos

Tour 2, 07.08.2019 – Caldeirao Verde, Caldeirao do Inferno:

Gesamtstrecke: 13002 m
Maximale Höhe: 628 m
Minimale Höhe: 579 m
Gesamtanstieg: 156 m
Gesamtabstieg: -157 m
Gesamtzeit: 02:06:23
Download file: 201908062-edi-teppert-comLagoadoVentoPortoMoniz-LevadaFajadoRodrigues.gpx
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Edi Teppert
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