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07.08.19 – Madeira 7. Tag – 1. Pico Grande, 2. Caldeirao Verde, Caldeirao do Inferno

on
7. August 2019

Auch heute starten wir früh, weil unser erstes Ziel der Pico Grande sein soll, ein Gipfel, der zwar nicht zu den höchsten der Insel zählt, aber eine prächtige Aussicht verspricht und die Tour recht anspruchsvoll sein soll. Und auch hier gilt, zeitig starten, bevor der Nebel kommt und die Route zu gefährlich wird.

Panorama Aussicht auf dem Weg zum Pico Grande vom Parkplatz aus fotografiert

Unser Ausgangspunkt ist diesmal die Boca da Corrida. Wir stellen unseren Fiat auf einem kleinen Parkplatz unterhalb einer winzigen Kapelle ab. Los geht es zuerst auf dem Fernwanderweg PR12 Richtung Encumeada Pass. Nach einigen Minuten Gehzeit haben wir einen herrlichen Blick auf unser Ziel, den Pico Grande. Wir wechseln zweimal die Kammseite und kommen schließlich zum Eselspass, der Boca do Cerro. Hier zweigt rechts ein Pfad vom Hauptweg ab und wir beginnen unseren Anstieg, teils ausgesetzt mit in den Felsen gehauenen Stufen.

Unser Ausgangspunkt ist diesmal die Boca da Corrida. Wir stellen unseren Fiat auf einem kleinen Parkplatz unterhalb einer winzigen Kapelle ab. Los geht es zuerst auf dem Fernwanderweg PR12 Richtung Encumeada Pass. Nach einigen Minuten Gehzeit haben wir einen herrlichen Blick auf unser Ziel, den Pico Grande. Wir wechseln zweimal die Kammseite und kommen schließlich zum Eselspass, der Boca do Cerro. Hier zweigt rechts ein Pfad vom Hauptweg ab und wir beginnen unseren Anstieg, teils ausgesetzt mit in den Felsen gehauenen Stufen.

Wir kommen an einer Aussichtskanzel mit Blick auf Curral das Feiras im Tal vorbei und gehen den Pfad weiter, der hier in Kehren auf eine Felsenburg zuläuft. Wir sehen den mächtigen Felsenkopf des Pico Grande vor uns, auf dessen Gipfel wir nach einer kurzen Kletterpartie wenig später stehen.

Das Panorama ist gigantisch und das schönste ist, wir können diese Aussicht ganz allein genießen, außer uns hat niemand diesen Weg gewählt. Nach einer kurzen Pause bei herrlichem Sonnenschein machen wir uns an den Abstieg und den Rückweg zum Auto.

Wir fahren erstmal zurück zum Hotel und beratschlagen bei einem Kaffee im wunderschönen Hotelpark, wie der weitere Tag aussehen soll. Da unser Rückflug schon morgen ansteht, schauen wir, welche Tour uns noch anspricht und heute noch machbar ist.

Die Wahl fällt auf Caldeirao Verde, eine Tour durch das UNESCO-Kulturerbe zum grünen Kessel.

So machen wir uns auf den Weg nach Queimadas. In Santana biegen wir auf ein sehr enges Sträßchen ab, dass nach 4,5 km auf einem großen Parkplatz endet. Da es mittlerweile schon 15.00 Uhr ist und die meisten Wanderer schon zurück sind können wir in vorderster Reihe parken.
Diese Wanderung zählt zu den beliebtesten und spektakulärsten Levadawegen, aber wir haben Glück und sehen nur noch Wanderer auf dem Rückweg. Startpunkt ist das strohgedeckte Casa de Abrigo, vorbei an einem Ententeich und einer Brücke gehen wir den zunächst breiten Weg der Levada entlang, der jedoch rasch schmaler wird. Es geht durch dschungelartigen immergrünen Wald, der Fels fällt zum Teil 100 Meter steil ab, die Mäuerchen, auf denen wir entlang der Levada balancieren müssen, sind teilweise nur 30 cm breit. Bald haben wir einen Blick zur Nordküste hinunter, bevor wir auf einen ersten Wasserfall stoßen, gefolgt von diversen Tunnels, teilweise schmal, niedrig oder auch sehr feucht. Eine Stirnlampe ist auch hier ein absolutes Muss. Wenig später kommen wir in die grandiose Schlucht der Ribeira Grande.

Aber es geht noch weiter, wir steigen nach links auf einem felsigen Steig zirka 100 Meter hinauf und stehen im Caldeirao Verde, einem beeindruckenden Kessel mit senkrechten Felswänden ringsherum. Ein Wasserfall ergießt sich von ganz oben in einen Teich, Natur pur von ihrer schönsten Seite.

Von hier schließt sich noch ein weiterer Weg an in den Höllenkessel, Caldeirao do Inferno. Es ist zwar schon 16:30 Uhr und es liegen noch zirka 12 km Wegstrecke vor uns, aber wir beschließen weiter zu gehen, denn dieser Weg gehört zu den faszinierendsten Routen von Madeira.

Wir sind mittlerweile die einzigen weit und breit, Nebel zieht langsam auf und wir fühlen uns wie im Regenwald, üppiges Grün, hohe Luftfeuchtigkeit, Wasserfälle, Canons. Natürlich müssen wir auch wieder einige Tunnels durchqueren, teilweise nur 1,40 Meter hoch.

Am Ende dieses atemberaubenden Weges stehen wir schließlich im Höllenkessel. Die Wände sind zwar nicht so eng wie im Caldeirao Verde, aber dafür mehr als doppelt so hoch.

Da die Nebelschwaden immer dichter werden, halten wir uns nicht lange auf und machen uns an den Rückweg. Wir sind allein in diesem Urwald und beschließen nochmals kurz zum grünen Kessel aufzusteigen und ein Bad unter dem Wasserfall zu nehmen. Das Wasser ist eisig kalt, aber das Erlebnis unbeschreiblich. Da es immer dunkler wird, müssen wir uns beeilen, zum Parkplatz zurück zu kommen und unser Fiat ist tatsächlich das letzte Fahrzeug auf dem riesigen Parkplatz.

Wir machen uns auf den Rückweg nach Monte, unser Hunger ist mittlerweile auch riesig und um 21:30 Uhr genießen wir unser verdientes Abendessen.

Nach dem Essen noch kurz aufs Kirchenfest und dann ab ins Bett, morgen ist Abreise angesagt.

Die zurückgelegte Strecke als Open Street Map Karte mit Höhenprofil und Zusatzinfos

Tour 1, 07.08.2019 – Pico Grande:

Gesamtstrecke: 10589 m
Maximale Höhe: 1645 m
Minimale Höhe: 1221 m
Gesamtanstieg: 791 m
Gesamtabstieg: -807 m
Gesamtzeit: 03:20:22
Download file: 201908071-edi-teppert-com-PicoGrandeCaldeiraoVerdeCaldeiraoInferno.gpx

Die zurückgelegte Strecke als Open Street Map Karte mit Höhenprofil und Zusatzinfos

Tour 2, 07.08.2019 – Caldeirao Verde, Caldeirao do Inferno:

Gesamtstrecke: 37677 m
Maximale Höhe: 1021 m
Minimale Höhe: 891 m
Gesamtanstieg: 505 m
Gesamtabstieg: -505 m
Gesamtzeit: 04:37:18
Download file: 201908072-edi-teppert-com-PicoGrandeCaldeiraoVerdeCaldeiraoInferno.gpx
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Edi Teppert
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