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  • Alpstein Juni 2022

    Unseren diesjährigen, mertägigen Kletterurlaub haben wir schon früh im Jahr angefangen zu planen, da die Hundsteinhütte, die unsere Basisi sein sollte,  immer sehr schnell belegt ist. Wenn da nicht frühzeitig ein Schlafplatz im Massenlager mit Halbpension gebucht wird, kommt man nicht mehr unter und dann wird es schwierig was Anderes passendes zu finden und die Tage zu planen.

    Die Hundsteinhütte als Basis für die Klettertouren am Fähnligipfel, an den Kreuzbergen oder am Hundstein, der Freiheit ist ideal für diese Unternehmungen, da der Zustieg moderat ist, abgesehen vom “Mörderwegli” und dem Zustieg zum 8. Kreuzberg.

    Die Fahrt war angenehm, wir sind recht gut durchgekommen obwohl in der Schweiz kein Feiertag war. Die Leute sind zur Arbeit gefahren, die Kinder zur Schule gegangen – es war reger Betrieb in den Ortschaften auf der Strecke. Auf dem Parkplatz am Pfannenstiel hatten wir noch genügend Stellplätze zur Auswahl.

    Panorama der acht Kreuzberge

    Panorama der acht Kreuzberge

    Damit war der spannende Teil des Urlaubs eröffnet …

    Hier die Artikel der einzelnen Tage:

    16. Juni 2022 – 1. Tag Klettern Alpstein Juni 2022

    17. Juni 2022 – 2. Tag Klettern Alpstein Juni 2022

    18. Juni 2022 – 3. Tag Klettern Alpstein Juni 2022

    Gruß

    Edi

  • 16. Juni 2022 – 1. Tag Klettern Alpstein Juni 2022

    Die Zusammenfassung des ersten Tags des Kletter Urlaubs im Alpstein: Zustieg zur Hundsteinhütte, Zusteig zur Ostkante Fähnligipfel, Kletter Tour der 7 Seillängen an der Ostkante Fähnligipfel, abseilen von der Abseilstelle am Fähnligipfel, Abstieg zur Hundsteinhütte, Abendessen, früh (22:00 Uhr) ins Massenlager.

    Nach der Ankunft auf dem Parkplatz galt es den gepackten Rucksack zu schultern und den Zustieg in Angriff zu nehmen. Vom Parkplatz bis zur Hundstein Hütte sind es etwa 6,5 km der stellenweise auf sehr steilen Wegen verläuft. Mit dem großen Rucksack, dessen Inhalt aus: Klamotten, Schlafsack, Handtuch, Waschzeug und Versper, Kletterausrüstung in einem zweiten kleineren Rucksack (Schrauber, Sicherungsgerät, Gurt, Helm, Kletterschuhe) plus eines der Doppelseile natürlich auch noch. Ich schätze der hat so etwa 13 – 14 kg gewogen, noch mal mehr als bei der Korsika GR20 Wanderung.

    Während das Aufsteigs liegen die einzelenen Wegpunkte auf den unten gelisteten Höhen, d. h. insgesamt sind etwa 1000 hm zu bewältigen:

    • Pfannenstiel 940 m
    • Plattenbödeli 1279 m
    • Bollenwees 1470 m
    • Hundsteinhütte 1551 m
    • Fähnligipfel 1980 m

    Nach knapp zwei Stunden waren wir an der Hütte und haben dort erst mal das Kletterzeug vorbereitet, das wir dann zum Fähnligipfel mitgenommen haben. Der kleine Rucksack mit Gurt, Helm, Kletterequipment, zwei Flaschen Wasser, Vesper und das Seil … auch nicht ganz ohne. Damit sind wir dann Richtung Ostkante Fähnligipfel losegangen, was eine weitere Stunde in Anspruch genommen hat. Unterhalb der Ostkante haben wir den Gurt und die Kletterschuhe angezogen. Einen Rucksack und die Wanderschuhe haben wir dort deponiert, zwei Rücksacke haben nie Nachsteiger mitgenommen und sind dann zum Einstieg weiter.

    Die ersten Seillängen ist Josef vorgestiegen und die hatten es gleich in sich. Hier die zusammenfassende Beschreibung der Seillängen:

    Ostkante
    Die 1. SL – 5a, 25m zwei anspruchsvollen Aufschwünge. Gute Absicherung und der nicht brüchige Fels. 2. SL – 4a, 27m. Die 3. SL – 5a, 35m. Seillänge Nr. 4. SL – 4a, 30m verläuft teilweise in der Tour “altes Südplättli”. In der 5. SL – 5b, 50m ist der schwierigste Teil – die Schlüsselstelle. Bei der 6. SL – 4c, 40m gibt es gute Griffe und man kann gut stehen, alles auf Reibung. Am Ende der letzten Seillänge – 4a, 35m kommt man zum Gipfelkreuz und dem Fähnli, dabei sieht man die Nordseite der Widderalpstöck. Auf dem Gipfel gibt es eine Panorama Aussicht auf die umliegenden Alpsteingipfel.

    Nach dem Erreichen des Gipfels erst mal eine kure Vesperpause, dann ging es weiter nach dem eine andere Klettergruppe die Abseilstelle geräumt hatte konten wir zur Abseilstelle und uns eine Seillänge nach der Anderen abseilen. Anfangs haben wir uns mit einem Seil jeweils ~30m abgeseilt, danach wrude es steiler und die Gefahr, dass das Seil sich verhakt war kleiner, so dass wir mit dem Doppelseil weiter abgeseilt sind. Unten angekommen mussten wir das letzte Stück absteigen um zum Rucksack und den Schuhen zu kommen. Kletterequipment ablegen und im Rucksack verstauen, dann des Absteig zurück zur Hundsteinhütte. Wir waren genau richtig in der Zeit, um 18:30 Uhr gibt es Abendesssen, kurz davor waren wir da.

    Das selbst zubereitete Abendessen in der Hundsteinhütte wird von Peter und seinem Team aus weitestgehend frischen und lokalen Produkten zubereitet. Schmeckt immer sehr lecker, wenn man Hunger hat schmeckt ja alles, aber das war richtig lecker. Nach dem Essen noch ein kurzes Briefing wie es am nächsten Tag weitergehen soll und dann zeitig ins Bett. Um 22:00 Uhr ist auf den Hütten Ruhe angesagt.

    Weiter geht es mit dem: 2. Tag Klettern Alpstein Juni 2022

    Gruß

    Edi

    Die zurückgelegte Strecke als Open Street Map Karte mit Höhenprofil und Zusatzinfos

    Zustieg – 1. Tag Klettern Alpstein Juni 2022 – 16.06.2022

    Gesamtstrecke: 9100 m
    Maximale Höhe: 1744 m
    Minimale Höhe: 923 m
    Gesamtanstieg: 945 m
    Gesamtabstieg: -126 m
    Gesamtzeit: 03:28:24
    Download file: 2022-06-16-edi-teppert-com-KletternAlpstein-Zusteig.gpx

    Kletter Tour – 1. Tag Klettern Alpstein Juni 2022 – 16.06.2022

    Gesamtstrecke: 7756 m
    Maximale Höhe: 1890 m
    Minimale Höhe: 1459 m
    Gesamtanstieg: 431 m
    Gesamtabstieg: -712 m
    Gesamtzeit: 06:17:14
    Download file: 2022-06-16-edi-teppert-com-KletternAlpstein-Faehnligipfel.gpx

  • 18. Juli 2020 – 1. Tag Klettern Alpstein Juli

    Erster Tag unseres 2. Alpstein Kletter Kurzurlaubes im Juli 2020 mit Übernachtung in der Hundsteinhütte.

    Die Abfahrt in Rottweil haben wir früh angegangen um zeitig im Kletterrevier zu sein, um sechs Morgens sind wir mit dem Auto gestartet. Die Fahrt war recht ruhig mit mäßigem Verkehr. Wir waren zu dritt zwei Kletterer und ein Wanderer. Auf dem Hohen Kasten Seilbahn Parkplatz in Brülisau haben wir die Wandernde raus gelassen und sind dann weiter zum Parkplatz Pfannenstil.

    Wie letztes Mal haben wir dort unser Equipment zusammen gerichtet und sind den steilen Anstieg zur Hundstein Hütte angegangen, nach ca. zwei Stunden waren wir oben angekommen. Auf der Hütte hat uns Peter der Hüttenwirt begrüßt. Den Rucksack mit dem Zubehör haben wir in der Hütte bzw. in der Lager Schuppen hinter der Hundsteinhütte gelassen und haben nur unsere Kletter Sachen auf die Tour mitgenommen. Die Tour für den ersten Tag war “Di Ruch” bzw. “Hurrlibutz”, das relativ weit links am Fähnligipfel liegt, so dass der Zustieg von der Hunsteinhütte dort hin noch mal länger ist als bis zu den anderen Routen weiter rechts vorne.

    Beim Start der “Di Ruch” ist die erste Seillänge eine 4c, die mein Kollege vorgestiegen. Die zweite Seillänge bin dann ich vorgestiegen, zu in der Mitte der Route hab ich dann die falsche Richtung erwischt und bin in die andrere Route, die “Hurrlibutz” gekommen, die schwieriger ist. Die dritte Seillänge ist dann eine 4c, die war sehr schön zu klettern. Schöne Wasserrrinen, in denen man guten Grip mit den Kletterschuhen hatte. Die ist auch der Kollege vorgestiegen und die letzte Seillänge auch. Schöne Platten Kletterei mit gutem Grip, Halt und guten Griffen.

    Oben angekommen gab es als Belohnung Edelweiß, der dort oben grad am blühen war. Das sieht man selten! Beim Abstieg haben wr abgeseilt mit dem Doppelseil in voller 60 m Länge. Durch die Schräge am Stand und den rauhen Fels war das Seil sehr schwer abzuziehen, es war eine echte Schinderei aber zum Glück ging es dann doch.

    Panorama Sicht oben am Ende der "Hurrlibuz"

    Für eine zweite Route hätte es nicht mehr gereicht, daher haben wir uns dazu entschieden, auf den Hundstein zu wandern. auf dem Weg dort hin haben wir unserer Rücksäcke zurück gelassen und konnten ohne Ballast hoch gehen und wieder zurück. Angekommen am Rucksack Depot haben wir dann noch eine Pause eingelegt, bei der wir hungrige Gäste hatten.

    Nach der Pause dann zurück zur Hundsteinhütte, wo der Rest unserer Truppe schon angekommen war und auf uns gewartet hat. Abendessen wir immer um 18:30 Uhr, Suppe, Salat, Hauptgang und einen Nachtisch. Von Allem reichlich und so viel man wollte. So ein Abendessen nach einer Klettertour schmeckt herrlich gut wenn man Hunger hat. Im Speiseraum der Hütte waren nicht alle Plätze belegt, da es wegen der Corona Vorschriften immer noch Einschränkungen gab. Wir hatten nette Tischkollegen, mit denen wir uns gut unterhalten haben. Vor dem zu Bett gehen noch ein kühles “Quöllfrisch naturtrüb” und interessante Gespäche, um 22:00 Uhr dann ab ins Bett, da ist Bettruha angesagt. Im Massenlager war relativ viel Platz, da ja nicht alle Plätze belegt werden durften. Die Nacht war auch ruhig, kaum Mitbewohner, die geschnarcht haben. Trotzdem habe ich nicht so gut geschlafen. Wenn man schon um zehn ins Bett geht, dann kann man einfach nicht so lange schlafen, also war ich schon so gegen sechs oder davor wach.