Die letzten sechs Beiträge:

Über mich

Wie viele ....

Random Post
Search
  • Home
  • Category Archives: Edis Blog
Search
  • Februar 2020 – mal reinschauen – Madeira ist jetzt vollständig

  • Madeira 2019

    Der 2019 er Urlaub auf Madeira. Die Insel mit unendlich vielen Tunnels ob beim Autofahren oder beim Wandern, fast immer sind Tunnels ein ständiger Wegbegleiter.

    Landkarte von Madeira

    Die steilsten Strassen die ich je gesehen habe, was bleibt auch Anderes übrig als die Strassen steil zu bauen, die Insel ist etwa 60 km lang und etwas mehr als 22 km breit, der höchste Berg ist knapp 2000 m hoch.
    Der Flughafen in Madeira ist in Santa Cruz und liegt Direkt an der Küste, die Landebahn ist nicht sehr lange, wenn das Wetter nicht so ganz gut ist und der Pilot auch nicht kann es schon mal sein, dass bei der Landung durchgestartet wird oder diese abgebrochen wird und der Flieger dann in Lissabon landet, eben auch etwas sehr Besonderes. Je nach dem woher der Wind kommt, wird von Osten oder Westen gelandet und gestartet, oft innerhalb eines Tages. Morgens Start und Landung von Westen her, Mittags dann von Osten.

    Flughafen Santa Cruz Madeira

    Das Hotel in dem wir für unseren gesamten Urlaub untergebracht waren ist in Monte, direkt neben der Kirche und oberhalb des botanischen Gartens. Ein recht großes Hotel mit vielen Zimmern, großem Speisesaal, Billardzimmer, Bibliothek, Pool, Bar und vieles mehr.

     

    Auf unseren Wanderungen haben wir viel von der Insel gesehen … gigantische grüne tropische Landschaften, Berge, nicht ohne Grund wird Madeira die grüne Insel genannt.

    Sollte man mal gesehen haben, lohnt sich wegen Natur, Land und Leuten!

    Viel Spaß beim Schmökern
    Edi

    Übersicht aller Etappen und sonstigen Beiträge zum Madeira Urlaub 2019

  • 08.08.19 – Madeira 8. Tag – Santa Cruz, Machico, Abreise

    Viel zu schnell vergingen unsere Urlaubstage auf dieser faszinierenden Insel, deshalb heißt es heute leider Abschied zu nehmen.
    Wir starten gemächlich in den Tag und genießen ein letztes Mal das reichhaltige Frühstücksbuffet und schlendern nochmals durch den schön angelegten Hotelpark mit herrlicher Aussicht auf Funchal. Auch in die kleine Kapelle werfen wir noch einen Blick.

    Nachdem wir unsere Koffer ins Auto gepackt haben, wollen wir uns noch die Orte im Osten der Insel anschauen. Zuerst fahren wir nach Santa Cruz und schlendern durch die Altstadt. Natürlich darf ein Besuch der prächtig geschmückten Kirche Igreja de Sao Salvador nicht fehlen. Außerdem besuchen wir noch die kleine Markthalle, in der nur regionales Obst und Gemüse, sowie frischer Fisch verkauft wird.
    Auch ist noch Zeit für einen Sprung in den Atlantik, bevor es weiter nach Machico geht. Dieser Ort ist die älteste Siedlung auf Madeira, landeten doch im 15. Jahrhundert die Entdecker hier. Ein altes Fort ist hier noch zu sehen, dass zur Abwehr von Piratenangriffen erbaut wurde.

    Wir spazieren durch die Altstadt und legen uns noch eine Weile an den Strand, bevor wir zum Flughafen müssen.
    Jetzt heißt es Auto abgeben und warten. Durch die Verspätung von Flügen aus Portugal verzögert sich auch unser Abflug, da es Schwierigkeiten mit der Einteilung der Gates gibt. Es wirkt alles reichlich planlos, aber irgendwann sitzen auch wir in unserem Flieger zurück nach Stuttgart.
    Wir genießen noch einen letzten Blick über die Insel und kommen nach einem ruhigen Flug um kurz vor Mitternacht in Stuttgart an. Wir finden auf Anhieb unser Auto auf dem riesigen Parkplatz und fahren noch das letzte Stück, diesmal ohne Stau, zurück nach Hause.
    Es waren abwechslungsreiche Tage auf der Blumeninsel. Wir haben sehr viel gesehen und etliche Kilometer zurückgelegt, oft abseits der gängigen Routen. Wir haben die Herzlichkeit der Madeirer schätzen gelernt und können diese Insel im Atlantik nur weiterempfehlen.

  • 07.08.19 – Madeira 7. Tag – 1. Pico Grande, 2. Caldeirao Verde, Caldeirao do Inferno

    Auch heute starten wir früh, weil unser erstes Ziel der Pico Grande sein soll, ein Gipfel, der zwar nicht zu den höchsten der Insel zählt, aber eine prächtige Aussicht verspricht und die Tour recht anspruchsvoll sein soll. Und auch hier gilt, zeitig starten, bevor der Nebel kommt und die Route zu gefährlich wird.

    Panorama Aussicht auf dem Weg zum Pico Grande vom Parkplatz aus fotografiert

    Unser Ausgangspunkt ist diesmal die Boca da Corrida. Wir stellen unseren Fiat auf einem kleinen Parkplatz unterhalb einer winzigen Kapelle ab. Los geht es zuerst auf dem Fernwanderweg PR12 Richtung Encumeada Pass. Nach einigen Minuten Gehzeit haben wir einen herrlichen Blick auf unser Ziel, den Pico Grande. Wir wechseln zweimal die Kammseite und kommen schließlich zum Eselspass, der Boca do Cerro. Hier zweigt rechts ein Pfad vom Hauptweg ab und wir beginnen unseren Anstieg, teils ausgesetzt mit in den Felsen gehauenen Stufen.

    Unser Ausgangspunkt ist diesmal die Boca da Corrida. Wir stellen unseren Fiat auf einem kleinen Parkplatz unterhalb einer winzigen Kapelle ab. Los geht es zuerst auf dem Fernwanderweg PR12 Richtung Encumeada Pass. Nach einigen Minuten Gehzeit haben wir einen herrlichen Blick auf unser Ziel, den Pico Grande. Wir wechseln zweimal die Kammseite und kommen schließlich zum Eselspass, der Boca do Cerro. Hier zweigt rechts ein Pfad vom Hauptweg ab und wir beginnen unseren Anstieg, teils ausgesetzt mit in den Felsen gehauenen Stufen.

    Wir kommen an einer Aussichtskanzel mit Blick auf Curral das Feiras im Tal vorbei und gehen den Pfad weiter, der hier in Kehren auf eine Felsenburg zuläuft. Wir sehen den mächtigen Felsenkopf des Pico Grande vor uns, auf dessen Gipfel wir nach einer kurzen Kletterpartie wenig später stehen.

    Das Panorama ist gigantisch und das schönste ist, wir können diese Aussicht ganz allein genießen, außer uns hat niemand diesen Weg gewählt. Nach einer kurzen Pause bei herrlichem Sonnenschein machen wir uns an den Abstieg und den Rückweg zum Auto.

    Wir fahren erstmal zurück zum Hotel und beratschlagen bei einem Kaffee im wunderschönen Hotelpark, wie der weitere Tag aussehen soll. Da unser Rückflug schon morgen ansteht, schauen wir, welche Tour uns noch anspricht und heute noch machbar ist.

    Die Wahl fällt auf Caldeirao Verde, eine Tour durch das UNESCO-Kulturerbe zum grünen Kessel.

    So machen wir uns auf den Weg nach Queimadas. In Santana biegen wir auf ein sehr enges Sträßchen ab, dass nach 4,5 km auf einem großen Parkplatz endet. Da es mittlerweile schon 15.00 Uhr ist und die meisten Wanderer schon zurück sind können wir in vorderster Reihe parken.
    Diese Wanderung zählt zu den beliebtesten und spektakulärsten Levadawegen, aber wir haben Glück und sehen nur noch Wanderer auf dem Rückweg. Startpunkt ist das strohgedeckte Casa de Abrigo, vorbei an einem Ententeich und einer Brücke gehen wir den zunächst breiten Weg der Levada entlang, der jedoch rasch schmaler wird. Es geht durch dschungelartigen immergrünen Wald, der Fels fällt zum Teil 100 Meter steil ab, die Mäuerchen, auf denen wir entlang der Levada balancieren müssen, sind teilweise nur 30 cm breit. Bald haben wir einen Blick zur Nordküste hinunter, bevor wir auf einen ersten Wasserfall stoßen, gefolgt von diversen Tunnels, teilweise schmal, niedrig oder auch sehr feucht. Eine Stirnlampe ist auch hier ein absolutes Muss. Wenig später kommen wir in die grandiose Schlucht der Ribeira Grande.

    Aber es geht noch weiter, wir steigen nach links auf einem felsigen Steig zirka 100 Meter hinauf und stehen im Caldeirao Verde, einem beeindruckenden Kessel mit senkrechten Felswänden ringsherum. Ein Wasserfall ergießt sich von ganz oben in einen Teich, Natur pur von ihrer schönsten Seite.

    Von hier schließt sich noch ein weiterer Weg an in den Höllenkessel, Caldeirao do Inferno. Es ist zwar schon 16:30 Uhr und es liegen noch zirka 12 km Wegstrecke vor uns, aber wir beschließen weiter zu gehen, denn dieser Weg gehört zu den faszinierendsten Routen von Madeira.

    Wir sind mittlerweile die einzigen weit und breit, Nebel zieht langsam auf und wir fühlen uns wie im Regenwald, üppiges Grün, hohe Luftfeuchtigkeit, Wasserfälle, Canons. Natürlich müssen wir auch wieder einige Tunnels durchqueren, teilweise nur 1,40 Meter hoch.

    Am Ende dieses atemberaubenden Weges stehen wir schließlich im Höllenkessel. Die Wände sind zwar nicht so eng wie im Caldeirao Verde, aber dafür mehr als doppelt so hoch.

    Da die Nebelschwaden immer dichter werden, halten wir uns nicht lange auf und machen uns an den Rückweg. Wir sind allein in diesem Urwald und beschließen nochmals kurz zum grünen Kessel aufzusteigen und ein Bad unter dem Wasserfall zu nehmen. Das Wasser ist eisig kalt, aber das Erlebnis unbeschreiblich. Da es immer dunkler wird, müssen wir uns beeilen, zum Parkplatz zurück zu kommen und unser Fiat ist tatsächlich das letzte Fahrzeug auf dem riesigen Parkplatz.

    Wir machen uns auf den Rückweg nach Monte, unser Hunger ist mittlerweile auch riesig und um 21:30 Uhr genießen wir unser verdientes Abendessen.

    Nach dem Essen noch kurz aufs Kirchenfest und dann ab ins Bett, morgen ist Abreise angesagt.

    Die zurückgelegte Strecke als Open Street Map Karte mit Höhenprofil und Zusatzinfos

    Tour 1, 07.08.2019 – Pico Grande:

    Gesamtstrecke: 10589 m
    Maximale Höhe: 1645 m
    Minimale Höhe: 1222 m
    Gesamtanstieg: 793 m
    Gesamtabstieg: -809 m
    Gesamtzeit: 03:20:22
    Download file: 201908071-edi-teppert-com-PicoGrandeCaldeiraoVerdeCaldeiraoInferno.gpx

    Die zurückgelegte Strecke als Open Street Map Karte mit Höhenprofil und Zusatzinfos

    Tour 2, 07.08.2019 – Caldeirao Verde, Caldeirao do Inferno:

    Gesamtstrecke: 37677 m
    Maximale Höhe: 1022 m
    Minimale Höhe: 891 m
    Gesamtanstieg: 494 m
    Gesamtabstieg: -495 m
    Gesamtzeit: 04:37:18
    Download file: 201908072-edi-teppert-com-PicoGrandeCaldeiraoVerdeCaldeiraoInferno.gpx
  • 06.08.19 – Madeira 6. Tag – 1. Lagoa do Vento, Porto Moniz, 2. Levada Faja do Rodrigues

    Für heute haben wir uns die westliche Hochebene um Rabacal und den Norden der Insel vorgenommen.

    Die Fahrt zum Startpunkt unserer ersten Wanderung, dem Parkplatz von Rabacal zeigt uns wieder ein anderes Bild von Madeira. Wir durchqueren die Hochebene von Paúl de Serra, die ein wenig an Schottland erinnert, es ist einsam hier, karg, hin und wieder steht eine Kuh am Straßenrand. Aber es stehen auch schon moderne Windräder hier, die wir auch schon vom Pico Ruivo gesehen haben.

     

    Panorama auf der Hochebene bei Rabacal

    Auf der Fahrt nach Rabacal haben wir einen Stopp gemacht und und das herrliche Panorama Richtung Norden angeschaut.

     

     

     

     

     

     

     

     

     

     

     

    Obwohl wir recht früh aufgebrochen sind, ist der Parkplatz schon erschreckend voll, sogar Busse mit geführten Wanderungen starten hier. So planen wir um und gehen nicht zu den 25 Quellen und zum Risco-Wasserfall, sondern wählen eine oft links liegen gelassene Route zum kleinen Bergsee Lagoa do Vento.

    Unser Weg führt uns entlang der Levada do Alecrim durch ein mit Heidebüschen begrüntes Tal. Nachdem wir den Buschwald verlassen haben, genießen wir die Aussicht auf grüne Hügelkuppen und tief im Tal die Levada von Rabacal.

     

    Weiter geht es auf einer Treppe neben der Levada einen Bergrücken hinauf. Den Weg zur Quelle der Levada sparen wir uns und steigen gleich über schmale Pfade und über kleine Bachläufe hinab zum Lagoa do Vento. Nach etlichen Zickzackkehren erreichen wir den türkisblauen See mit zirka 25 m Durchmesser, der am Fuße einer 100 m hohen Felswand liegt und von einem hinabstürzenden Wasserfall gespeist wird.

     

    Der Wasserfall – Lagoa do Vento:

     

    Der Rückweg nach Rabacal führt uns am ehemaligen Forsthaus Casa do Rabacal vorbei, von dem auch regelmäßige Shuttlebusse zurück zum Parkplatz verkehren, die wir aber natürlich nicht in Anspruch nehmen.

    Unsere nächste Station heute soll Porto Moniz sein und der Blick auf unsere Tankuhr verheißt nichts Gutes. Natürlich gibt es hier weit und breit keine Möglichkeit an Treibstoff zu kommen und so sind wir froh, dass es meist nur bergab geht und wir unseren Fiat rollen lassen können.

    Mit dem letzten Tropfen Benzin kommen wir schließlich in Porto Moniz an, tanken voll und schlendern etwas durch den Ort. Wir schauen uns die Naturbäder, die das Meer seit Jahrtausenden in das Lavagestein genagt hat, an und setzen uns bei Kaffee und Kuchen etwas in die Sonne. Es ist herrlich hier, tiefblaues Meer, schroffe Felsen, bestes Wetter.

    Aber wir wollen noch weiter und studieren unseren Wanderführer, was in der Nähe noch Interessantes auf uns warten könnte.

    Wir entscheiden uns für die Levada da Faja do Rodrigues, eine abenteuerliche Tunneltour durch einen Lorbeerwalddschungel. Startpunkt ist der Parque Empresarial, ein sich im Bau befindlicher Industriepark. Der Weg beginnt bequem entlang der Levada, vorbei an einem E-Werk, einer Wassertreppe mit 6 Kaskaden, durch Eukalyptuswald, eine Allee mit japanischen Sicheltannen und schließlich den typischen Lorbeerwald. Weiter geht es entlang einer hohen Felswand, Blick in das Tal von Sao Vicente, bevor die Tunnelstrecke beginnt.

    Auf dem Weg zum Wegweiser für den Levada da Faja do Rodrigues

    Der erste Tunnel ist nur 40 Meter lang, aber sehr eng, es folgt ein weiterer mit knapp 200 Metern Länge, aber nur 1,60 Meter hoch. Der Wald wird immer dichter, er gleicht einem Dschungel, es ist feucht, aus den Wänden tropft und fließt überall Wasser. Immer weiter geht es entlang der schmalen Levada hinein in die Schlucht. Außer uns hat sich niemand in diese Wildnis gewagt. Nach zwei Wasserfällen stehen wir vor dem vierten Tunnel, zirka 1,5 km lang, vor dessen Durchquerung ausdrücklich gewarnt wird, ohne Stirnlampe mit ausreichend Leistung geht gar nichts.

    Aber durch so etwas lassen wir uns natürlich nicht abschrecken und gehen für zirka 20 Minuten durch die Dunkelheit. Am Ende des Tunnels erreichen wir die Quelle der Levada in der Schlucht der Ribeira do Inferno. Auf demselben Weg geht es anschließend wieder zurück zum Auto.

    Nach einer erfrischenden Dusche und einem kühlen lokalen Bier auf dem Balkon gehen wir noch die paar Schritte zum Kirchenfest, Tag 2 des Wartens auf Maria Himmelfahrt am 15. August. Wir gehen weiter zum Dorfplatz und lassen uns die örtlichen Spezialitäten und natürlich den typischen Poncha schmecken. Wir sind die einzigen Nichteinheimischen und werden sehr nett in der dörflichen Runde aufgenommen. Auch heute gibt es wieder Folklore und alt und jung feiern mit.

    Die zurückgelegte Strecke als Open Street Map Karte mit Höhenprofil und Zusatzinfos

    Tour 1, 07.08.2019 – Lagoa do Vento, Porto Moniz:

    Gesamtstrecke: 10950 m
    Maximale Höhe: 1301 m
    Minimale Höhe: 1077 m
    Gesamtanstieg: 551 m
    Gesamtabstieg: -552 m
    Gesamtzeit: 02:40:50
    Download file: 201908061-edi-teppert-comLagoadoVentoPortoMoniz-LevadaFajadoRodrigues.gpx

    Die zurückgelegte Strecke als Open Street Map Karte mit Höhenprofil und Zusatzinfos

    Tour 2, 07.08.2019 – Caldeirao Verde, Caldeirao do Inferno:

    Gesamtstrecke: 13002 m
    Maximale Höhe: 629 m
    Minimale Höhe: 579 m
    Gesamtanstieg: 160 m
    Gesamtabstieg: -161 m
    Gesamtzeit: 02:06:23
    Download file: 201908062-edi-teppert-comLagoadoVentoPortoMoniz-LevadaFajadoRodrigues.gpx